Content Marketing ganz simpel erklärt: Das Internet als Jahrmarkt

Content Marketing ganz einfach: Das Internet als Jahrmarkt

Content Marketing – in aller Munde, heiß diskutiert, nicht immer verstanden. Ein Aspekt, der für Content Marketing spricht, ist die Aussicht auf eine bessere Platzierung in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. 

Warum das so ist, erklären wir in einer kleinen Geschichte. Sie vereinfacht das Thema natürlich stark – aber so hat auch ein Einsteiger die Chance, sich schnell ein Bild zu machen.

Die Geschichte beginnt mit Harry.
Harry braucht dringend ein richtig ausgefallenes Geschenk für seine Frau. Die beiden haben morgen Hochzeitstag. Seine Frau hat signalisiert, dass er gar nicht erst auftauchen muss, wenn er ihr die üblichen langweiligen Geschenke machen will wie in den Jahren zuvor. Blumen und Pralinen kann er also gleich vergessen.

Daher versucht er etwas Neues und geht auf den Jahrmarkt, um ein originelles und ausgefallenes Geschenk aufzutreiben. Der Jahrmarkt in dieser Geschichte ist natürlich das Internet.

Verkauf ist alles - Viel Gedudel um Nichts?

Es ist ein bunter Jahrmarkt mit unzähligen Verkaufsständen (Websites). Die Besitzer – Zauberer und Clowns und Gaukler – tummeln sich um Harry herum und alle rufen: „Komm zu mir, ich habe das, was Du suchst! Bei mir ist es besonders günstig!“

Manche schreien auch einfach nur: „ANGEBOOT! ANGEBOOT!“ Gaukler, Clowns und Zauberer sind toll, denn sie bereiten Freude – aber auf unserem Jahrmarkt sind sie nicht so nett. Sie wollen den Besuchern einfach nur etwas verkaufen und sie mit bunten Tricks ablenken.
Die meisten nutzen blinkende Lichter und laute Musik, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Vor lauter Gedudel wird dem armen Harry ganz schwindelig.

Einige Gaukler stehen aber auch gelangweilt und desinteressiert und fast schüchtern vor ihren grauen und unscheinbaren Ständen herum und beobachten argwöhnisch, ob Harry zu ihnen kommt.

Aber niemand fragt ihn, wonach er sucht. Niemand hört ihm zu, um eine Lösung für sein Problem zu finden. Er soll kaufen – das ist es, was sie wollen.

Ein unwiderstehliches Angebot – so geht gutes Content Marketing!

Aber einer ist scheinbar anders.

Er schreit nicht laut und winkt nicht wild herum, um auf sich aufmerksam zu machen. Sein Verkaufszelt ist einladend und freundlich, es blinkt nicht und ist nicht überladen mit Angebotsschildern.

Er ist der Erste, der Harry ernst nimmt, ihm echte Informationen zu seinem Problem bietet und ihm weiterhelfen möchte. Er kann sich gut in Harry hinein versetzen, denn er ist ebenfalls verheiratet und hat in seiner Ehe bereits viele Hochzeitstage überstanden.

Harry fasst Vertrauen zu ihm, weil er ein echter Experte für sein Problem zu sein scheint und sich aufrichtig um ihn bemüht.

Der Experte bietet viel, ohne Geld zu verlangen. Das alles hilft Harry ein großes Stück weiter.
Hier haben wir den Content. Eigentlich heißt Content ja nichts anderes als Inhalt, aber es bedeutet natürlich, dass man etwas werthaltiges (z. B. Infos oder Unterhaltung) oftmals gratis bekommt. Das wiederum löst dann den Marketingeffekt aus.

Das spricht sich herum und geht viral!

Harry ist begeistert von all den Informationen und Ratschlägen, die er hier findet. Schließlich sieht er, dass der hilfsbereite Händler das passende Geschenk für ihn beziehungsweise für seine Frau anbietet. Weil Harry sich so gut beraten fühlt und Vertrauen gefasst hat, kauft er es mit einem guten Gefühl.

Gleich danach ruft er als Erstes einen Freund an, der ebenfalls bald Hochzeitstag feiert, und empfiehlt ihm, schnell bei dem Händler vorbeizuschauen. Der kommt dieser Empfehlung nach und ist ebenfalls begeistert. Auch er ruft einen Freund an und empfiehlt den Mann weiter.

In dem Ort, in dem der Jahrmarkt steht, wird viel geheiratet, also gibt es auch viele Hochzeitstage …

Ein Platz in der ersten Reihe

Der Jahrmarktsdirektor Herr Google (oder Herr Bing oder Herr Yahoo) bemerkt, dass der Händler plötzlich sehr viele zufriedene Besucher und Kunden hat.
(Was dem Traffic, den Klicks, externen Links und Erwähnungen einer Website entspricht.)
Das gefällt ihm gut
, denn er möchte, dass die Jahrmarktsbesucher sich gut aufgehoben fühlen. (Sowie das echte Google möchte, dass die Menschen finden, was sie suchen.)

Also gibt er dem hilfreichen Händler einen Platz direkt am Eingang zum Jahrmarkt (Platz 1 in Google!), damit alle Besucher ihn sofort finden und sich gut beraten fühlen.
Die anderen Gaukler, Clowns und Zauberer müssen sich der Reihe nach dahinter aufstellen (Suchmaschinenergebnislisten) und gucken dumm aus der Wäsche, weil sich kaum noch jemand zu ihnen verirrt. Ihre Lämpchen blinken einsam vor sich hin.

Vom Jahrmarkt zum Expertenmarkt – guter Content gewinnt

Einer nach dem anderen zieht jetzt nach und tut es dem erfolgreichen Händler gleich. Immer mehr bieten tollen Service, wertvolle Beratung und kostenlose Informationen. Sie alle rücken in der Schlange immer weiter nach vorn, denn der Jahrmarktsdirektor hat ein wachsames Auge.

Die, die sich unfair nach vorne mogeln wollen, fliegen gleich ganz vom Platz. Die, die weiterhin nur „Ich bin so toll, komm zu mir“ und „ANGEBOOOT“ rufen, rücken immer weiter nach hinten. Niemand besucht sie mehr.

Weiter vorne herrscht dagegen reges Treiben, denn alle zufriedenen Besucher und Käufer rufen ihre Freunde an und empfehlen die hilfreichen Jahrmarktsbuden weiter. Aus dem Jahrmarkt der Eitelkeiten und der schnellen Geldmacherei wird langsam ein qualifizierter Expertenmarkt. Und diese Entwicklung wird nicht mehr aufzuhalten sein. Dafür sorgt schon der Direktor!
Und zwar sowohl auf dem Jahrmarkt als auch in der Suchmaschine.

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